Arbeiten 2025-2026
Nach zwei Jahren Übermalen kehre ich 2025 zu frischen Leinwänden zurück. Jedes Bild beginnt mit einer ersten Schicht in Neonfarben wie Pink, Gelb, Grün, vollflächig oder nur in einzelnen Bereichen. Die darüber entstehenden Farbschichten verdecken die erste Schicht nie vollständig und lassen sie dadurch aus der Tiefe leuchten.
Dass dieses Leuchten unter Schwarzlicht noch einmal eine ganz eigene Wirkung entfaltet, habe ich erst 2025 per Zufall entdeckt. Der Zufall wurde Programm: Bei Verflechtungen im Mai 2026 zeigte ein schwarz gestrichener Kellerraum genau diese Bilder im Schwarzlicht.
Die mäandernde Linie spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Sie erkundet für mich, was zusammengehört und in Verbindung treten will. Genauso verhält es sich mit den ornamentalen Strukturen: Sie entstehen durch Setzungen oder durch Freilegen, ‚fließen‘ durchs Bild und nehmen Verbindung zu angrenzenden Flächen und Strukturen auf. Das konkrete Motiv tritt in den Hintergrund und gibt Raum für Welten, die sich nicht klar zuordnen lassen: Zellstrukturen, Kosmisches oder Traumszenarien.
Verbindungen
Linien, Netze und Formen schaffen Verbindungen – zwischen Körpern, Figuren und Räumen, zwischen Mikroskopischem und Kosmischem.







Abgetaucht
Auch die beiden Arbeiten „Tiefgang“ und „Abgetaucht“ sind frei und assoziativ entstanden. Erst im Nachhinein verbanden sich die entstandenen Unterwasserwelten für mich mit Rückzug und Innehalten im Trauerprozess. Das Abtauchen kann Schutz bedeuten, Distanz zum Äußeren schaffen und den Blick nach innen lenken. Die Bilder lassen dabei offen, ob dieser Rückzug Halt gibt oder zur Abschottung wird.


Experimentierfeld
Anfang 2025 folge ich keinem bewusstem Thema, keiner klaren Botschaft. Ich bin offen, für das, was kommt. Vertraute Arbeitsweisen treffen auf Neues: fließende Farbe, Lasuren und Mut zu mehr Abstraktion. Ein spielerischer, experimenteller Prozess.
Die Bildtitel sind im Lightbox-Modus sichtbar. Dafür auf ein Bild klicken und nach Belieben vor- und zurückblättern.






